Kindeswohlgefährdung ist oft nicht eindeutig einzuschätzen und von Fall zu Fall sehr individuell. Selten gibt es klare Abgrenzungen – vielmehr entstehen Unsicherheiten und ein „ungutes Gefühl“. Doch wie geht man mit einem solchen Verdacht um? Welche Schritte sind erforderlich, um dem Kind bestmöglich zu helfen? Wer ist wofür verantwortlich?

In diesen zwei Seminartagen erarbeiten Sie sich eine eigene Sichtweise auf Kindeswohlgefährdung und üben den Umgang mit Verdachtsfällen. Sie entwickeln ein klares Verständnis für Ihre Rolle, ihre Verantwortung und lernen, Verdachtsmomente sicher einzuschätzen und im Helfernetz zu kommunizieren. Durch praxisnahe Übungen und den Austausch mit anderen Fachkräften stärken Sie Ihre Handlungssicherheit, um in kritischen Situationen angemessen zu reagieren.

Inhalt

  • Begriffsklärung Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung (KWG)
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen im Kinderschutz
  • Rolle und Aufgaben der Beteiligten im Kinderschutzverfahren
  • Handlungsablauf bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
  • Indikatoren, Schutzfaktoren, Risikofaktoren zur Einschätzung von KWG
  • Formen von KWG, Abgrenzung institutioneller KWG
  • Beobachtung, Nutzung von Einschätzungsinstrumenten
  • Dokumentation
  • Führen von Elterngesprächen im Kontext Kinderschutz

Methoden

Vortrag, Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten, Erfahrungsaustausch

Termine

  • 26.05.2026
    09:00 - 16:00 Uhr
    Dresden
  • 30.06.2026
    09:00 - 16:00 Uhr
    Dresden

Zielgruppen

Fachkräfte in der  Kinder-, Jugend,- und Familienhilfe , Kindertagesbetreuung, Hort und Schule

Dozent*in

Carolin ArnoldDipl.-Pädagogin, Fachberaterin nach §8a SGB VIII