Teilhabe ermöglichen: Menschen mit Behinderung ehrenamtlich begleiten

Inklusion und Teilhabe sind wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Trotzdem stoßen Menschen mit Behinderung noch immer auf zahlreiche Barrieren – etwa im Berufsleben, beim Wohnen oder in der Freizeit.

Eine Frau im Rollstuhl hat Hanteln in der Hand. Daneben ist ein Mann, der sie bei den Übungen unterstützt© Foto: Care Assure/Unsplash
14.09.2026
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Erstellt von Mandy Fleer, Mitarbeiterin Öffentlichkeitsarbeit Weiterbildungsprojekte

Viele Barrieren, auf die Menschen mit Behinderung im Alltag stoßen, lassen sich nur durch politische Entscheidungen und strukturelle Veränderungen abbauen. Im Freizeitbereich können Ehrenamtliche hingegen unmittelbar dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihre eigenen Wünsche verwirklichen können.

Barrieren abbauen

Auf dem Arbeitsmarkt scheitert eine Beschäftigung von Menschen mit Behinderung häufig nicht an ihren Fähigkeiten, sondern an den Rahmenbedingungen. „Viele Menschen mit Behinderung bringen wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen mit. Mehr Inklusion gelingt, wenn Arbeitsplätze zu den Stärken und Möglichkeiten der Menschen passen und nicht umgekehrt“, erklärt Sozialpädagoge Markus Döller.

Auch beim Wohnen gibt es weiterhin Barrieren. Barrierefreiheit bedeutet mehr als stufenlose Zugänge oder Aufzüge. Menschen, die beispielsweise einen Elektrorollstuhl oder andere technische Hilfsmittel nutzen, benötigen ausreichend Wohnraum sowie genügend Platz für Pflege und Assistenz.

Wichtig ist außerdem eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion. Inklusive Angebote in Kindertageseinrichtungen und Schulen ermöglichen Begegnungen, bauen Berührungsängste ab und können dazu beitragen, dass Vorurteile gar nicht erst entstehen.

Ehrenamtliche Begleitung in der Freizeit: selbstbestimmt und auf Augenhöhe

Gerade im Freizeitbereich können Ehrenamtliche Teilhabe ermöglichen. Sie begleiten Menschen mit Behinderung beispielsweise ins Kino, zu Konzerten oder zu anderen Veranstaltungen und unterstützen sie dabei, ihre persönlichen Wünsche zu verwirklichen.

„Ehrenamtliche Begleitung bedeutet nicht, Entscheidungen zu übernehmen. Die Wünsche und Vorstellungen der begleiteten Person stehen im Mittelpunkt“, erklärt Döller. Gute Assistenz ist daher keine Bevormundung, sondern Unterstützung auf Augenhöhe.

Auch Ehrenamtliche dürfen ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen benennen. „Assistenz ist keine Einbahnstraße. Beide Seiten dürfen ihre Bedürfnisse äußern und gemeinsam Lösungen finden“, betont Markus Döller.

Gemeinsame Unternehmungen schaffen Begegnungen, stärken soziale Kontakte und können Isolation entgegenwirken. Gleichzeitig bleibt die begleitete Person selbstbestimmt und entscheidet, wie sie ihre Freizeit gestalten möchte und welche Unterstützung sie benötigt.

So gelingt die ehrenamtliche Begleitung

Im Online-Seminar Inklusion und Teilhabe unterstützen – Menschen mit Behinderung ehrenamtlich begleiten am 5. Oktober 2026 von 15 bis 18 Uhr erhalten Sie Einblicke in unterschiedliche Alltagssituationen von Menschen mit Behinderung. Sie erfahren, worauf es bei guter ehrenamtlicher Begleitung ankommt und wie Sie durch Ihr Ehrenamt zu mehr Teilhabe beitragen können.

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