Führungskräfte in der Sozialen Arbeit sind täglich als ganze Persönlichkeiten gefordert. Der Umgang mit herausforderndem Verhalten, das Steuern komplexer Beziehungsdynamiken, die empathische Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen und die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams verlangen weit mehr als reines Fachwissen.

Erfolg und Zufriedenheit hängen heute nur zu einem kleinen Teil vom klassischen Intelligenzquotienten ab. Viel entscheidender ist die Emotionale Intelligenz – sie bildet das Fundament echter sozialer Kompetenz. Der Psychologe Daniel Goleman bringt es auf den Punkt: Verstand und Gefühl stehen in einer ständigen Wechselwirkung. Wer soziale Prozesse und die Zusammenarbeit im Team stabil gestalten will, muss bei sich selbst anfangen – getreu der alten Binsenweisheit: Wer sich gut um andere kümmern will, muss sich auch gut um sich selbst kümmern können.

In diesem Seminar erfahren Sie, wie sich die innere emotionale Wahrnehmung in spürbare soziale Kompetenz und professionelle Handlungskompetenz transformieren lässt. Sie bauen die Brücke zwischen der eigenen Innenwelt und einem gelingenden Miteinander im Führungsalltag. Erst durch diese Übersetzung gelingt es, Konflikte souverän zu lösen, Teams zu motivieren und tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Inhalt

  • Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung: Eigene emotionale Auslöser in Belastungssituationen erkennen und steuern
  • Professionelle Empathie und Abgrenzung: Perspektivwechsel durch die Umdeutung der Sachlage, emotionale Signale richtig deuten, aktiv zuhören und bewusst handeln
  • Beziehungsmanagement und Teamarbeit: Soziale Dynamiken verstehen, psychologische Sicherheit schaffen, Motivation fördern und das Wir-Gefühl stärken
  • Konfliktregulation und Deeskalation: Spannungen im Team oder mit Klient*innen frühzeitig wahrnehmen und konstruktiv auflösen
  • Umgang mit eigenen Ressourcen: Stress als sinnvolles Evolutionsprogramm, die Rolle von Kognitionen und wirkungsvolle Strategieentwicklung zur Bewältigung von Belastungen verstehen

Methoden

Angewandt wird das „Microteaching“ – eine sehr erfolgreiche Trainingsmethode, bei der es darum geht, Bewusstheit für die eigene Art des Handelns zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Kernfrage: Welcher Reiz führt zu welcher Reaktion und mit welcher Konsequenz?

Darüber hinaus geht es um das Herausarbeiten bestimmter Zusammenhänge und modellhafter Alternativen, die in ähnlichen Situationen genutzt werden können.

Zielgruppen

Führungskräfte aus allen Bereichen der Sozialen Arbeit und alle Interessierten

Dozent*in

Matthias Myska

Matthias MyskaKommunikationstrainer und Projektleiter für Medizinalfach-, Heil-, Pflege- und Sozialberufe; intac - international training and coaching