Alle Menschen mit Essstörungen kreisen gedanklich um das Thema Essen. Viele Stunden am Tag denken sie darüber nach, was, wieviel, mit welchen Konsequenzen und/oder Bestrafungen sie essen können oder auch nicht. Ihr Körper steht dabei für alle im Mittelpunkt. Es gibt aber auch ganz klare Unterschiede in den Persönlichkeitsstrukturen, die ausschlaggebend dafür sind, für welche Essstörung „man sich entscheidet“.
Im Seminar lernen Sie, wie sich Essverhalten mit Persönlichkeitsstrukturen verbindet. Sie erfahren, wie Impulsivität, Zwang, Chaos oder innere Leere das Verhältnis zu Essen prägen. Unterschiede zwischen Kontrollbedürfnis, Exzess und Selbstbestrafung werden sichtbar. Der Blick richtet sich darauf, wie sich Persönlichkeitsanteile entwickelt und wovor sie geschützt haben. Erfahren Sie Ansätze, wie Berater*innen eine tragfähige Arbeitsbeziehung zur jeweiligen Persönlichkeitsstruktur aufbauen und diese gezielt in die Beratung einbeziehen.
Sie nehmen ein vertieftes Verständnis für Essstörungen und Persönlichkeitsstrukturen mit und gewinnen neue Ansätze für eine ressourcenorientierte Begleitung von Betroffenen.