Essstörungen im Kontext körperlicher und kognitiver Beeinträchtigungen – ein Thema, das Neuland bedeutet: viele Erfahrungen gibt es (noch) nicht, zu einem beachtenswerten Thema wird es dennoch. In diesem Seminar erfahren Sie, wie unsere Wahrnehmung unser Ernährungsverhalten steuert. Die manchmal veränderte Innenwahrnehmung beeinträchtigter Personen kann zu einem problematischen Essverhalten beitragen. 

Sie tauschen sich gemeinsam aus, wie Menschen mit Beeinträchtigungen auch im Bereich der Ernährung selbstbestimmter entscheiden und agieren können. Es wird gezeigt, wie Sie Informationen zugänglich machen und Lebensumstände einbeziehen. Stimmen von Betroffenen geben Ihnen praxisnahe Einblicke und zeigen, wie sich Essstörungen im Alltag bei Menschen mit Beeinträchtigungen auswirken. Im Seminar gewinnen Sie Sicherheit im Umgang mit Essstörungen und stärken Ihre Handlungskompetenz.

 

 

Inhalt

  • Körper und Gewicht. Informationen zu „zu wenig“ und „zu viel“
  • Beeinträchtigungsspezifische Essstörungen
  • Food Addiction und Emotional Eating - Suchtartiges Essverhalten und Behinderung
  • Mehr Selbstbestimmung auf den Tisch - Haltung und Bewusstsein
  • Schluss mit „Dick und Doof“ -  Erfahrungen mit Gewichtsdiskriminierung, Einflussnahme, Fremdbestimmung und Vernachlässigung

 

Methoden

Fachlicher Input, Stimmen der Betroffenen, Arbeit an Fallbeispielen, fachlicher Austausch und Raum für Begegnung

Zielgruppen

Fachkräfte aus der Eingliederungshilfe und andere Interessierte

Dozent*in

Martina Müller

M.A. Martina MüllerPädagogin, Erziehungswissenschaftlerin und Mediatorin Mitarbeiterin des Beratungszentrums Ess- Störungen Leipzig (BEL)